Lumbalpunktion

Was ist eine Lumbalpunktion?
Unter einer Lumbalpunktion versteht man die Gewinnung von Liquor (Gehirnflüssigkeit) aus dem Rückenmarkkanal durch die Punktion mit einer Hohlnadel. Die gewonnene Gehirnflüssigkeit, normalerweise klar wie Wasser, wird anschließend im Labor auf Veränderungen wie Eiweiß- und Zuckergehalt, Bakterien, Blut, Gehalt an weißen Blutkörperchen oder Antikörperkonzentration untersucht.

Wann ist eine Lumbalpunktion notwendig?
Die durch eine Lumbalpunktion gewonnene Flüssigkeit gibt Aufschluss über folgende Erkrankungen: - Meningitis und andere entzündliche Erkrankungen des Gehirns - Subarachnoidal-Blutung (Blutung zwischen den zwei inneren Hirnhäuten) - Multiple Sklerose (MS) - Hirntumore und Rückenmarkstumore

Wie läuft eine Lumbalpunktion ab?
Zuerst bringt der Arzt den Patienten in eine sitzende oder liegende Position. Dabei soll der Patient den Rücken maximal krümmen, damit die Abstände zwischen den Wirbelkörper-Fortsätzen größer werden. Die Einstichstelle liegt zwischen den Lendenwirbeln (dem 3. und 4.), da hier kein Rückenmark sondern nur Liquor und Nervenbahnen im Kanal vorhanden sind. Dann schiebt der Arzt eine spezielle, sehr dünne Hohlnadel durch den markierten Zwischenwirbelraum in den Rückenmarkskanal vor. Dieser Vorgang wird Lumbalpunktion genannt. In einem Proberöhrchen fängt der Arzt etwa drei bis fünf Milliliter Liquor auf, der durch die Hohlnadel abtropft. Danach zieht er die Hohlnadel wieder aus dem Rückenmarkskanal heraus und legt einen Verband an dieser Stelle an.

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